KOALIEREN ODER NICHT KOALIEREN?

Matthias Fischbach

Veranstaltung der FDP Erlangen im BÜRGERSAAL/ PALAIS STUTTERHEIM, Freitag, 23.02.2018

Die Freien Demokraten in Erlangen hatten am Freitag, 23.02.2018, zu ihrer ersten Wahlkampfveranstaltung 2018 in das PALAIS STUTTERHEIM geladen. Der Bürgersaal im Palais war mit rund fünfzig interessierten Bürgern voll besetzt. Sie waren gespannt auf die stellvertretende FDP-Bundesvorsitzende Marie-Agnes Strack-Zimmermann MdB und die Frage: KOALIEREN ODER NICHT KOALIEREN? Stack-Zimmermann war an den Jamaika-Sondierungsgesprächen aktiv beteiligt und stand auch in der nächtlichen Presskonferenz neben Christian Lindner, als dieser das Ende der Sondierung verkündete. Der zweite Gast, Rainer Erdel, war während der schwarz-gelben Koalition von 2009 bis 2013 Mitglied des deutschen Bundestags sprach von seiner Erfahrung einer Koalition mit Angela Merkel. Matthias Fischbach, der Erlanger Direktkandidat für den Bayerischen Landtag, leitete nach einem Einstiegsvideo in das Thema ein und moderierte das anschließende Gespräch.

KOALIEREN ODER NICHT KOALIEREN wurde an dieser entscheidenden Sonntagnacht vom Parteivorsitzenden Christan Linder mit dem nunmehr berühmten Bonmot beantwortet: „Besser nicht regieren, als falsch zu regieren!“ Diese Meinung teilten im Palais Stutterheim auch Rainer Erdel, Marie Agnes Strack-Zimmermann und Mattias Fischbach unter großem Applaus vorbehaltlos.

Die Runde stellte außerdem fest, dass sich neben dem Parteiensystem mit nunmehr sechs Fraktionen auch der Stil von Koalitionen verändert habe. Helmut Kohl, so Rainer Erdel, hat seinem Koalitionspartner „immer noch den Weihrauch zum Überleben gelassen“. Strack-Zimmermann wusste auch eigener Anschauung zu berichten, dass Angela Merkel jedoch die FDP noch während der Sondierungen zum notwendigen Übel ihres Schwarz-Grünen Wunschtraumes machen wollte. Dieser Traum – 2013 nicht in Erfüllung gegangen –sollte jetzt mit dem Anhängsel FDP erfüllt werden. Ohne die Durchsetzung eigener Inhalte zur Digitalisierung Deutschlands und zu entscheidenden Weichenstellungen in der Bildungspolitik in allen Bundesländern könne die FDP nicht dazu nicht bereit sein.

„Die FDP ist auch in Bayern grundsätzlich bereit für die Übernahme staatlicher Verantwortung, aber nicht um jeden Preis“, so Matthias Fischbach, FDP Bayern Präsidiumsmitglied. Sein Ziel ist es, im Herbst mit der FDP wieder in den Bayerischen Landtag einzuziehen. Dort möchte er in jeder der möglichen Konstellationen dafür kämpfen, dass die FDP inhaltlich etwas für das Land bewegen könne.