Fußball-WM in Russland: „Wie politisch darf Sport sein?“

Matthias Fischbach

Erlangen, 08.07.2018. Unter diesem Titel diskutierte die FDP in Erlangen über die politische Inszenierung der Weltmeisterschaft in Russland. „Das Fernsehen ist Putins stärkste Waffe“, erklärte dazu Dr. Falk Bomsdorf, langjähriger Leiter des Büros der Friedrich-Naumann-Stiftung in Moskau. Der erwiesene Kenner des Gastgeberlandes zeigte sich besorgt über die dort fortschreitende Einschränkung der Pressefreiheit.

Die Herzogenauracher Abgeordnete Britta Dassler hätte sich gewünscht, dass der Deutsche Bundestag sich klarer zur Situation der Menschenrechte in Russland positioniert. Ihr dazu kürzlich gestellter Antrag wurde allerdings mit den Stimmen der Großen Koalition abgelehnt. „Die Bundesregierung hätte hier die Chance gehabt, sich aktiv einzubringen“, kritisiert Dassler.

„Sport kann gar nicht unpolitisch sein. Die Frage ist nur, welches politische Signal damit gesendet wird!“, fasste der Erlanger Landtagskandidat Matthias Fischbach abschließend zusammen.