Bürgernahe Sozialhilfe vor Ort statt Bürokratie-Chaos

Matthias Fischbach

Erlangen, den 25.07.2018
„Die Politik muss im sozialen Bereich Probleme endlich bürgernah lösen. Bedürftige sollten nicht für verschiedenste Einzelhilfen zu demütigenden Amtsbesuchen müssen, sondern unbürokratisch und gebündelt ihre Sozialleistungen nach dem Konzept des liberalen Bürgergelds erhalten. Das gilt für die Pflege wie für die Rente“, so Johannes Vogel, Sprecher für Arbeitsmarkt- und Rentenpolitik der FDP im Bundestag bei einer Podiumsdiskussion der Erlanger FDP am Dienstag.

Was zunächst wie ein bundesweites Thema wirkt, hat auch spürbare Konsequenzen vor Ort, wie Dr. Elisabeth Preuß, Bürgermeisterin der Stadt Erlangen berichtet: „Seit dem Beschluss des Landtags ist die soziale Beihilfe zur ambulanten Pflege nicht mehr Sache der Kommunen vor Ort, sondern des Bezirks. Bedürftige und Ihre Angehörigen können nicht mehr wohnortnah Hilfe beantragen, sondern müssen hierzu oft durch halb Mittelfranken fahren oder auf persönliche Beratung verzichten und die Beantragung schriftlich vornehmen.“ Preuß appelliert an die Anwesenden, insbesondere den Landtagskandidaten Matthias Fischbach: „Auch Telefonate können, gerade bei älteren Mitbürgern, das persönliche Gespräch nicht ersetzen. Dies ist ein nicht zu unterschätzender Aufwand für die, die es sowieso am schwierigsten haben. Hier verursacht die Bürokratie echtes Leid.“
Sigrid Oswald-Sensing fordert als Bezirkstagskandidatin der FDP die Einrichtung von Pflegestützpunkten vor Ort, um den persönlichen Kontakt für die Betroffenen zu ermöglichen.