FDP-Spitzenkandidat Martin Hagen beim Wahlkampfauftakt der Erlanger Liberalen

Matthias Fischbach

Am Dienstag besuchte der Spitzenkandidat der FDP Bayern Martin Hagen die Erlanger Liberalen bei Ihrem Wahlkampfauftakt. Bereits am Nachmittag war Hagen mit dem Spitzenkandidaten der FDP Mittelfranken, Matthias Fischbach und seinen „Freiheitsläufern“ zum Flyer verteilen in Erlangen unterwegs. Wie bei den Freiheitsläufen üblich wendete sich diesmal Ehrengast Martin Hagen per Videobotschaft an die Bürgerinnen und Bürger, wünschte den Schulanfängern einen guten Start in das Neue Schuljahr und plädierte für weltbeste Bildung und Chancengerechtigkeit in Bayern. Dies bedeutet für Hagen zum Beispiel Investitionen in frühkindliche Bildung, den Rechtsanspruch auf einen Ganztagsschulplatz, und die Vermittlung von Digitalkompetenzen: „Wir wollen die Schulen ins digitale Zeitalter befördern, raus aus der Kreidezeit“.

Am Abend sprachen Hagen und Fischbach vor gut 70 motivierten Parteifreunden im Gasthaus zum Schloss. In seiner Rede stellte Hagen in Bezug auf die Migrationsfrage und die Polarisierung der bayerischen Politik die Rolle der FDP als vernünftige Kraft der Mitte heraus:

„Die Polarisierung in der Migrationsfrage spaltet unsere Gesellschaft. Es kann doch nicht sein, dass wir nur die Wahl haben, Gutmenschen oder Wutbürger zu sein. Wir müssen endlich aufhören, nur noch in Extremen zu denken. Es gibt einen Weg zwischen links und rechts. Es gibt einen Weg zwischen weltfremder Naivität und nationalistischer Abschottung. Wir müssen dafür sorgen, dass Ausreisepflichtige konsequent ausgewiesen werden, aber dass gut integrierte Auszubildende nicht abgeschoben werden, während Betriebe keine Lehrlinge finden! Wir brauchen einen Weg zwischen ‚alle bleiben‘ und ‚alle abschieben‘. Es gibt einen vernünftigen Weg, das ist der Weg der Mitte, der Weg der Freien Demokraten.“

Matthias Fischbach findet derweil scharfe Worte für zu Ministerpräsident Söder: „Es gibt eine Sache, die ist mir insbesondere als Spitzenkandidat der Jungen Liberalen ein Dorn im Auge – und das ist dieses rücksichtslose Verteilen von Wahlgeschenken. Da wird jedem alles versprochen als gäb’s kein Morgen mehr. Söder erinnert mich dabei ein bisschen an einen Hütchenspieler, bei dem man am Ende weniger bekommt, als man bezahlt hat. Mehr Umverteilung, mehr Staat, das bringt unser Land aber nicht voran. Söder verpulvert gerade unser Steuergeld für Wahlkampfzwecke und hat dabei außer Effekthascherei wenig zu bieten.“