Gesundheitsschutz und Bildung beim Schulstart in Einklang bringen

Matthias Fischbach

Am Mittwoch soll voraussichtlich die Entscheidung fallen, wie es mit unseren Schulen nach den Osterferien weitergeht.

Aufgrund sehr vieler besorgter Rückmeldungen und des immer noch kritischen Infektionsgeschehens sind wir zu dem Schluss gekommen, dass ein kompletter Schulanfang nach Ostern ein kaum zu kontrollierendes Gesundheitsrisiko darstellen würde. Wir wollen daher Gesundheitsschutz und Bildungsauftrag mit einem gestaffelten Ansatz in Einklang bringen. Das heißt es sollen vor Ort umfassende Schutzmaßnahmen vorbereitet und digitale Ergänzungsangebote verbessert werden, sodass zumindest die Abschlussklassen mit der nötigen räumlichen Entzerrung wieder in den Unterricht einsteigen können. Eine Anwesenheitspflicht für Risikopersonen oder Personen, die mit solchen zusammenleben, wäre aber zum aktuellen Zeitpunkt dennoch nicht verantwortbar. Auch kann es passieren, dass nach Ostern nochmals Klassen oder ganze Jahrgänge in Quarantäne müssen und damit aus der Bahn geworfen werden. Deshalb fordern wir als Ultima Ratio neben dem normalen Haupt- und Nachtermin noch einen dritten Prüfungstermin im Herbst zu schaffen. Schüler, die daran teilnehmen, sollen ein „vorläufiges Durchschnittsabitur“ auf Basis der zu erwartenden Prüfungsnoten bekommen, mit dem sie sich schon bewerben und sich für die Studienplatzvergabe anmelden können. Nach bestander Abiprüfung erhalten sie dann ein ganz normales Abizeugnis, mit dem sie nicht als „Corona-Jahrgang“ gebrandmarkt sind.

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https://youtu.be/s-o0ah_oANI

Nach dem Start der Abschlussklassen könnte dann abhängig von der örtlichen Gefahreneinschätzung das Angebot schrittweise mit einem Rotationsverfahren auf die anderen Jahrgänge ausgeweitet werden. Dabei würde nur die Hälfte der Schüler im Schulhaus sein müssen (Anwesenheit Mo-Mi-Fr, Di-Do in Rotation) und dazwischen Aufgaben zuhause abarbeiten können. Wichtig ist auch hier, Prioritäten zu setzen und Präsenzangebote insbesondere für diejenigen mit besonderen Unterstützungsbedarf zu schaffen.

Das gesamte von der FDP-Fraktion hierzu beschlossene Positionspapier findet sich hier: