Pressemitteilung: Piazolo lässt Schüler ratlos zurück – Erklärung im Ausschuss verlangt

Matthias Fischbach

Die Schulen in Bayern sollen in den kommenden Wochen wieder schrittweise öffnen. Das hat das bayerische Kabinett beschlossen. Voraussetzung sei ein bestmöglicher Infektionsschutz im Klassenzimmer und auf dem Schulweg. Wie das Kabinett heute mitteilte, soll das Kultusministerium hierzu mit dem Gesundheits- und dem Verkehrsministerium ein Konzept erstellen. Dazu der bildungspolitische Sprecher der FDP-Fraktion im Bayerischen Landtag Matthias Fischbach:

„Die heutigen Verlautbarungen des Kultusministers waren eine Dokumentation der Planlosigkeit. Das Kultusministerium hatte mir letzte Woche noch versichert auf alle denkbaren Szenarien vorbereitet zu sein. Trotzdem stolpert Piazolo jetzt völlig blank in die nächsten Wochen. Die Schulen brauchen eine belastbarere Planungsgrundlage. Ein Rahmenkonzept für den Infektionsschutz müsste nicht erst entwickelt werden, sondern längst vorliegen, damit jetzt vor Ort die konkrete Umsetzung gestaltet werden kann.

Ich frage mich ernsthaft, woran Kultusminister Piazolo in den vergangenen fünf Wochen gearbeitet hat. Ich fordere ihn daher auf, dem sich in der nächsten Sitzung des Bildungsausschusses am kommenden Donnerstag zu erklären. Piazolos Kommunikationspolitik in der Corona-Krise ist und bleibt ungenügend. Auch Schüler und Lehrer hätten schon längst viel aktiver in die Überlegungen mit einbezogen werden müssen.

Insbesondere der Umgang mit den Abschlussklassen ist absolut unverantwortlich. Gerade sie brauchen in dieser Ausnahmesituation klare und verlässliche Informationen. Diese bleibt ihnen Piazolo schuldig. Fällt durch den späteren Start nun eine Woche Prüfungsvorbereitung weg – oder wird der Abitermin nochmals verschoben? Wie wird mit ausstehenden Leistungserhebungen für das laufende Halbjahr konkret verfahren? Wie werden Risikogruppen besonders geschützt? Und welche Regelung gibt es für von weiteren Quarantänemaßnahmen betroffene Schulen vor den Abschlussprüfungen? Diese Fragen treiben die Betroffenen weiter um und müssen schleunigst beantwortet werden.“