Pressemitteilung: GEW-Umfrage ist ein schockierendes Alarmsignal

Matthias Fischbach

Viele Pädagogen in Bayern halten den Gesundheitsschutz in Schulen und sozialpädagogischen Einrichtungen in der Corona-Krise für sehr dürftig. Das ergab eine Umfrage der bayerischen Bildungsgewerkschaft (GEW) unter rund 2500 Lehrern und Sozialpädagogen. Demnach fehlen an einem Viertel aller Schulen einfachste Hygienemittel wie Wasser, Seife und Papierhandtücher. Dazu erklärt der bildungspolitische Sprecher der FDP-Fraktion Matthias Fischbach:

„Die Umfrage der bayerischen Bildungsgewerkschaft ist ein schockierendes Alarmsignal, für das der Kultusminister Michael Piazolo mitverantwortlich ist. Es war fahrlässig von ihm, die Schulen offensichtlich ohne tragfähige Regelung für den Infektionsschutz zu öffnen. Wir hatten das aus der Opposition bis zuletzt deutlich angemahnt.

Hygiene- und Abstandsregeln müssen eingehalten werden, um Lehrer und Schüler vor einer Infektion mit dem Corona-Virus wirksam zu schützen. Wenn es aber schon an einfachsten Mitteln wie Wasser, Seife und Papierhandtücher fehlt, ist das ein Armutszeugnis auf allen politischen Ebenen.

Das Kultusministerium muss unverzüglich eine fachmännische Überprüfung der Hygienebedingungen vor Ort veranlassen und klare Konsequenzen aufzeigen. Der Start weiterer Klassenstufen am Montag darf nur erfolgen, wenn die Sicherheit gewährleistet ist. Herr Piazolo darf sich nicht länger aus der Verantwortung stehlen: Wer bayernweit den Start von Klassen vorgibt, hat auch bayernweit deren Schutz zu garantieren.“