Schlechte Aussichten für Gastronomie nach erster Umfrage in Erlangen

Matthias Fischbach

Der Erlanger Landtagsabgeordnete Matthias Fischbach (FDP) hat sich nach dem Pfingstwochenende mit einer Umfrage an Erlanger Gastronomen gewandt, um zu erfahren, wie gut diese mit den Corona-Auflagen zurechtkommen. Nach der Rückmeldung von 19 Betrieben zieht Fischbach nun ein alarmierendes Zwischenfazit: „Die wirtschaftliche Situation sieht bei den meisten Betreibern trotz der erweiterten Öffnungsmöglichkeit bis 22 Uhr und dem guten Pfingstwetter noch sehr düster aus.“ 

47,4% der Umfrageteilnehmer konnten am Pfingstwochenende nicht einmal ihre laufenden Kosten decken, weitere 36,8% schafften es nur, einen Teil ihrer Fixkosten wie Miete oder Pacht zu decken. Der Großteil hat Corona-Soforthilfe beantragt (89,5%)  und darauf im Schnitt sechseinhalb Wochen gewartet – sofern sie schon ankam. Bis auf eine Ausnahme haben alle auf das Unterstützungsinstrument der Kurzarbeit gesetzt. Auch wenn bisher nur vier der befragten Gastronomen Mitarbeiter entlassen mussten, gehen alle davon aus, dass die finanziellen Risiken ihre Mitarbeiter gerade stärker umtreiben als die gesundheitlichen Risiken.

„Auch wenn das nur eine erste, schnelle Umfrage unter einem Teil der Gastronomen war, bin ich durch die Rückmeldungen doch etwas schockiert. Es wird eindeutig klar, dass wir uns seitens der Politik trotz der bisherigen Lockerungen und Hilfen für die Gastronomie nicht zurücklehnen dürfen. Langfristig droht sonst vielen Unternehmern weiter die Pleite. Es ist daher dringend nötig, nochmals zu prüfen, welche Vorschriften zum Infektionsschutz wirklich so streng bleiben müssen. Gerade im Außenbereich, an der frischen Luft, ist die Ansteckungsgefahr nachweislich geringer, das sollten wir berücksichtigen!“, erklärt Fischbach abschließend und kündigt an, in seiner Fraktion über weitere Initiativen beraten zu wollen.

Weitere Ergebnisse:

In den Wünschen an die Politik kritisierten die Erlanger Gastronomen öfter die vorübergehende Mehrwertsteuersenkung als unzureichend und inkonsistent.