KÖRBER und FISCHBACH zum aufgegebenen ICE-Werk im Raum Nürnberg: Söder hat der Standortsuche einen Bärendienst erwiesen

Die Deutsche Bahn hat heute verkündet, dass sie ihre Suche nach einem geeigneten Standort für ein ICE-Instandhaltungswerk im Raum Nürnberg aufgeben muss. Hierzu Sebastian Körber, verkehrspolitischer Sprecher der FDP-Landtagsfraktion:

„Ich gebe in erster Linie Ministerpräsident Söder und seiner Staatsregierung die Schuld für das Dilemma. Statt sich klar für die Notwendigkeit des ICE-Werks auszusprechen und für die Realisierung im Raum Nürnberg zu werben, hat er der Standortsuche von Anfang an einen Bärendienst erwiesen. So erteilte Söder bereits im Dezember 2021 den Standorten Altenfurt / Fischbach sowie südlich des MUNA-Geländes in einem Brief an den Vorsitzenden eines CSU-Ortsverbands eine Absage. Damit wurde noch vor Beginn des Raumordnungsverfahrens politisch in die Standortsuche eingegriffen und die Notwendigkeit des Projekts in Frage gestellt.

Wenn es so weitergeht, brauchen wir uns nicht wundern, wenn in Bayern keine neue Infrastruktur mehr gebaut wird. Die Staatsregierung hat die Bahn hier am langen Arm verhungern lassen. Anscheinend hält es auch Verkehrsminister Bernreiter nicht einmal für notwendig, sich hierzu zu äußern. Um die Klimaziele zu erreichen und unseren Wohlstand zu erhalten, brauchen wir den zügigen Ausbau von Infrastruktur. Da darf man sich nicht ständig weckducken, wenn es konkret wird.“

Der mittelfränkische Abgeordnete Matthias Fischbach ergänzt: „Es ist ein katastrophales Zeichen für den Klimaschutz, dass die Deutsche Bahn ihre Standortsuche für ein ICE-Werk im Raum Nürnberg einstellen muss. Das ICE-Werk wäre so wichtig gewesen, um den Schienenfernverkehr zu stärken. Gleichermaßen versanden nun die Chancen auf neue Jobs und Investitionen in Millionenhöhe. Für den Großraum Nürnberg ist das eine bedauerliche Entwicklung.“